Gegenüber früher sind heute im begrenzten Rahmen auch private Eingriffe in die Telefonanlage möglich. Dazu muß aber auf jeden Fall von der Telekom eine TAE-Dose mit dem sogenannten "passiven Prüfabschluß" angeschlossen sein. Ein direkter Zugriff auf die Leitungsdrähte ist nach wie vor verboten.
Der Prüfabschluß (NTA Network Termination Analog) gestattet der Telekom den Test der Leitung bis zur Dose, sie kann somit feststellen, ob ein Fehler an der Postleitung oder an den privaten "Endeinrichtungen" liegt.
Damit ist aber noch nicht gesagt, daß Sie nun jedes Gerät anschließen dürfen, dass im Handel erhältlich ist. Es dürfen nur Telefone, Modems, Faxe etc. angeschlossen werden, die eine Zulassung vom "Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation" (BZT) haben. Auf den Geräten befindet sich ein Zulassungsaufkleber, der entweder ein Posthörnchen (alt) oder einen Bundesadler (neu) und eine Zulassungsnummer trägt.

Folgende Grundregeln sollten Sie beachten, falls sie selbst Installationsarbeiten durchführen:

Die allgemeine Anschalteerlaubnis gilt für alle Endeinrichtungen, die an die TAE-Dose angeschlossen werden können, wobei folgende Bedingungen erfüllt sein müssen:
* Die Endeinrichtung muß eine Zulassung besitzen.
* Die Endeinrichtung muß mittels TAE-Stecker anschaltbar sein.
* Alle Geräte der Endeinrichtung müssen sich auf demselben Grundstück befinden.
* Festverbindungen zu anderen Endeinrichtungen (z. B. Koppelung zweier Amtsleitungen zur Weiterschaltung) sind nicht zulässig.
* Die Endeinrichtung darf nur an maximal zwei analogen Hauptanschlüssen oder einem digitalen Basisanschluß betrieben werden.
* Endeinrichtungen an analogen Wählanschlüssen dürfen nicht in Durchwahl betrieben werden.

Bei der Installation ist zu beachten:
* Vor Installationsarbeiten ist die Anlage vom Stromnetz und vom Netz der Telekom zu trennen.
* Die Gesamtdämpfung einer privaten Vermittlungseinrichtung bis zum Nebenstellentelefon ist auf 2 dB zu begrenzen.
* Die Zahl der angeschlossenen Geräte (Anrufbeantworter, Fax, Klingel, etc.) beträgt maximal vier.
* Verbindungsleitungen müssen gegen Berührung geschützt sein (immerhin treten Spannungen bis zu 120 V auf).
* Isolierte Telefon- und Starkstomleitungen müssen einen Mindestabstand von 50 mm haben. Sie dürfen nicht im selben Rohr geführt werden.
* TAE- und Netzsteckdosen müssen einen Mindestabstand von 80 mm voneinander haben.
* Zu Heizungsrohren über 70 Grad Celsius müssen Telefonleitungen einen Abstand von mindestens 10 cm haben.
* Auf Dachböden o. ä. können unter Umständen atmosphärische Überschläge auftreten. Daher ist zwischen Telefonleitung und anderen Leitern (Rohre, Kabel etc.) ein Abstand von mindestens 1 m einzuhalten.